Ausrüstung

Nachfolgend finden Sie einen kleinen Ausschnitt der Ausrüstung des Löschzug Waldbröl

Wärmebildkamera

Eine Personensuche in verrauchten Räumen bzw. Gebäuden ist für die Einsatzkräfte eine sehr schwierige und gefährliche Aufgabe. Die Sichtverhältnisse und auch die unbekannte Umgebung sind für einen solchen Einsatz natürlich nicht hilfreich. Weitere Einsatzmöglichkeiten ergeben sich bei der Suche von Glutnestern bzw. Bränden in Zwischendecken oder -böden. Auch bei der Personensuche nach Verkehrsunfällen oder dem Erkennen von Füllständen in Behältnissen findet die Wärmebildkamera seine Anwendung.

Belüftungsgeräte

Die Überdruckbelüftung ist eine sichere und schnelle Methode zum Luftaustausch. Dabei wird ein Hochleistungslüfter außerhalb des Gebäudes in Stellung gebracht und der Frischluftstrom mit Überdruck ins Gebäude gelenkt. Nachdem eine Abluftöffnung hergestellt wurde entsteht durch den Druckausgleich eine Strömung welche die Rauchgase und die Hitze nach außen abführt. Diese Art der Belüftung ist für die Einsatzkräfte aber auch für evtl. eingeschlossene Personen von großer Bedeutung.

Mobile Beleuchtungsgeräte

Für das ausleuchten von Einsatzstellen und Arbeitsbereichen gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon sind mobile Beleuchtungsgeräte mit Akkubetrieb. Diese können ohne große Vorarbeit (z.B. dem verlegen von Stromkabeln) schnell und einfach in Position gebracht und betrieben werden. Der Aufbau erfolgt durch nur eine Einsatzkraft und spart dadurch Zeit sowie Ressourcen. 

Knickkopflampen

Der Knickkopf macht diese Akku-Lampen universell einsetzbar, ob als Handlampe oder als „abgeknickt“ Variante befestigt an der Einsatzjacke. Der vorgehenden Trupp im Innenangriff profitiert besonders von den guten Lichtverhältnissen dieser Lampen in LED Ausführung.
Sie werden auf den Fahrzeugen HLF20, LF20 sowie GW-L2 mitgeführt und in Ladehalterungen geladen.

Hebekissen

Hebekissen dieser Klasse haben einen maximalen Betriebsdruck von 8-10 bar und sind ein pneumatisch betriebenes Rettungsgerät, mit dem eingeklemmte Personen befreit, sowie Rettungs- und Angriffswege geschaffen werden können. Die Hebekissen können darüber hinaus als Arbeitsgerät zum Heben oder Bewegen von Lasten eingesetzt werden.

Hydraulisches Rettungsgerät

Hydraulische Rettungsgeräte werden überwiegend zur Rettung von eingeklemmten Personen nach Verkehrsunfällen eingesetzt. Der Rettungssatz auf dem HLF20 besteht aus: elektrisch betriebenem Hydraulikaggregat, Doppelschlauchhaspel, hydraulischem Schneidgerät (Umgangssprachlich: Schere), Spreizer, Teleskop-Rettungszylinder (klein, mittel, groß), Pedalschneider und Kettensatz.

Stromerzeuger

Ein Stromerzeuger (auch Notstromaggregat genannt) ist ein Gerät, das aus einem Verbrennungsmotor sowie einem Generator besteht und elektrische Energie erzeugt. Die Feuerwehr nutzt diese Geräte um unabhängig überall eigenen Strom produzieren zu können. Sollte eine vor Ort vorhandene Stromversorgung benutzt werden, wird ein Mobiler Personenschutz-Schalter (FI) zum Schutz vor Elektrounfällen eingesetzt.

Rettungsplattform für LKW

Sind LKW oder auch Busse in einen Verkehrsunfall verwickelt nutzen Einsatzkräfte die sogenannte Rettungsplattform. Sie ermöglicht es Ihnen, auch die höherliegenden Fahrerhäuser zu erreichen und in ergonomischer Arbeitshöhe tätig zu werden. Beim Einsatz von schwerem hydraulischem Rettungsgerät ist diese Vorrichtung unabdingbar.

Sprungpolster

Das Sprungpolster wird als Sprungrettungsgerät zur Menschenrettung aus Gebäuden oder zur Sicherung absturzgefährdeter Personen eingesetzt. Sprungpolster kommen, wie alle Sprungrettungsgeräte, dann zum Einsatz, wenn der Einsatz eines Hubrettungsfahrzeugs (Drehleiter) nicht möglich ist (z.B. Hinterhof) und auch andere Rettungswege nicht zur Verfügung stehen (z.B. Hausflure durch Feuer oder Rauch versperrt sind).

Mobiler Schaum-/Wasserwerfer

Der mobile Wasserwerfer eignet sich durch seine Durchflussmenge von bis zu 5000 Liter/Minute und die hohe Wurfweite besonders für große Flächen- oder Gebäudebrände. Er ist mit einem Sicherheitsventil ausgerüstet, welches die Durchflussmenge begrenzt, sobald der Bodenkontakt nicht mehr besteht. Für die Erzeugung von Löschschaum wird ein Schaumadapter aufgestreckt.

Rettungssäge

Die Rettungssäge unterscheidet sich von der normalen Motorsäge u.a. durch den variabel einstellbaren 
Schnitttiefenbegrenzer und die Spezial-Sägekette. Mit ihr können z.B. Materialien wie Dachpappe aus Bitumen, Nägel, Schrauben oder dünnwandige Blech durchtrennt werden. Genutzt wird die Säge daher beim öffnen von Wand-, Dach- oder Holzverkleidungen.

Gasmessgerät

Einsatzkräfte müssen auch an Orten tätig werden, wo durch auslaufende Gefahrstoffe oder durch austretendes Gas eine Explosionsgefahr besteht. Um diese rechtzeitig zu bemerken, werden Warn- und Messgeräte auf den Fahrzeugen mitgeführt. Sie messen den Volumenanteil eines brennbaren Gases in der Umgebungsluft und die Einsatzkräfte können ihre Maßnahmen daran ausrichten.

Hohlstrahlrohre

Neben den üblichen Mehrzweckstrahlrohren nutzt die Feuerwehr sogenannte Hohlstrahlrohre. In diesen wird das Wasser durch eine ringförmige Düse geleitet, so dass ein hohler Wasserstrahl entsteht, was eine bessere Wasserverteilung ergibt. Weiterhin kann die Wasser- Durchflussmenge und der Sprühkegel unterschiedlich eingestellt werden. So bieten Hohlstrahlrohre auch die Funktion „Mannschutz“, bei dem der Sprühkegel eine Art schützendes Schild aus Wasser bildet.

Digital-Handfunkgeräte

Der Kontakt zwischen den Einheiten der Feuerwehr und der Leitstelle wird über den Digitalfunk abgebildet. Der Löschzug Waldbröl führt auf jedem taktischen Fahrzeug ein Digital-Handfunkgerät mit. Dieses steht dem Fahrzeugführer zur Verfügung und ermöglicht den jederzeitigen Kontakt zur Leitstelle.